Kaukasus - Schnittpunkt der Kulturen




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  Schneebedeckte Berge, spektakuläre Wasserfälle, atemberaubende Schluchten: Der Kaukasus bietet auf engstem Raum eine Vielzahl landschaftlicher Reize. Das Gebirge zieht sich über 1100 Kilometer vom Schwarzen bis zum Kaspischen Meer über die Territorien von Russland, Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Mit 5.642 Metern ist der Elbrus in Russland der höchste Berg Europas.

Im Kaukasus leben auf relativ kleinem Raum etwa 50 verschiedene Völker mit ihren eigenen teils europäisch-christlichen, teils orientalisch-islamischen Traditionen. Zu Sowjetzeiten war die Bergregion ein beliebtes Reiseziel. Bergsteiger, Wanderer und Skifahrer fanden hier großartige Bedingungen vor, Kurgäste genossen das heilsame Wasser aus den berühmten Mineralquellen des Kurortes Mineralnye Wody .

Seit dem Zerfall der Sowjetunion und dem Beginn des Tschetschenienkriegs meiden westliche Touristen das Gebiet, während russische Touristen weiterhin unverändert besonders die Erholungsgebiete im West-Kaukasus und an der Schwarzmeerküste nutzen. Sie machen nur einen Bogen um die Unruheherde östlich der Republik Nord-Ossetien, die durch das Geiseldrama von Beslan traurige Bekanntheit erlangte.

Eine Vielzahl ethnischer Konflikte, Unabhängigkeits-bestrebungen, blutige Unruhen und Terroranschläge, besonders im islamischen Osten des Kaukasus (unter anderem in Tschetschenien, Inguschetien und Dagestan), lassen die Region seit langem nicht zur Ruhe kommen. Der Krieg in Tschetschenien wurde 2001 vom Kreml offiziell für beendet erklärt. Terroranschläge, Willkür und Menschenrechtsverletzungen bestimmten auch noch während der ersten Amtszeit von Präsident Wladimir Putin die Nachrichten aus dem Gebiet.

In Putins zweiter Amtszeit stabilisierte sich die Situation in Tschetschenien immer weiter und an die Stelle der Kriegsberichterstattung trat die Diskussion, ob Wahlen und Abstimmungen in Grosny mit rechten Dingen verlaufen oder nicht.

In Georgien stürzte Ende 2004 mit der Rosenrevolution Präsident Eduard Schewardnadse. Doch auch der neu gewählte Michail Saakaschwili, der den Beitritt zur NATO betreibt, konnte dem Land keine Ruhe bringen. Die Konfrontation mit den abtrünnigen Republiken Abchasien und Süd-Ossetien, die am liebsten der Russischen Föderation beitreten würden, drohen das Land weiter zu destabilisieren.

Die seit 1991 unabhängigen Staaten Armenien und Aserbaidschan befinden sich in einem lang andauernden Konflikt um Bergkarabach . Das Gebiet Berg-Karabach (Nagorny Karabach), zu Sowjetzeiten eine Enklave in Aserbaidschan, die mehrheitlich von Armeniern bewohnt wurde, hatte sich nach anti-armenischen Pogromen in Aserbeidschan von Baku losgesagt und an Eriwan angelehnt.

Für den Westen hat die Kaukasus-Region nach dem Ende der Sowjetunion 1991 enorm an strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen. Sie ist vor allem als Transitregion für Erdöl aus dem kaspischen Raum wichtig.

(Aktualisiert 9.3.2007, dh)


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